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hole objects




hole

single piece hovering, 2024


hole

holy grouse, 2026
hole

seesawing bridge, 2025



hole

craving chics, 2025



08

hole

rocking derwish, 2025





hole

flying ghost, 2026



hole

drowsy rock, 2024




hole


hole

riding joey, 2025


hole

frozen octopus, 2026

            
Auszug aus:
um die Leere ein Loch bauen und dem Ganzen ein Gefäß verleihen


Ich halte ein Objekt in Händen, es ist ein HOLE OBJECT. Eine Skulptur, die einem Gongji gleicht. Einem Taihu stone vielleicht. Es war nicht meine Absicht, unverfrorenen Gemütes einen Gelehrtenstein zu formen. Ich habe experimentiert. Die Anverwandtschaft ist passiert. Ein Zufall? Ich weiß es nicht. Jedenfalls wäre es kein Zufall im Sinne einer plötzlichen Erkenntnis, die einen Zusammenhang nahe gelegt hätte. Schritt für Schritt wurde ich dort hin geführt. Mein Ausgangsmaterial besitzt Ausgussöffnungen. Das sind zweifelsohne Löcher. Damit habe ich mich vorrangig beschäftigt. Das Loch ist zu meinem Thema geworden. Da wusste ich noch nichts von „Tou ()“ und “Lou ()“, den zwei Arten von Löchern im Kontext der traditionellen chinesischen Ästhetik. Auch nichts von Zhou (), das ebenfalls zu den Säulen der Gongshi-Ästhetik gehört, ein Netzwerk aus feinen Linien, Furchen und Falten, eine Textur, die als Beweis für das hohe Alter des Steins und die darauf einwirkenden Naturkräfte gesehen wird.

Die Textur meiner Objekte scheint dem nachempfunden. Dahinter steckt jedoch keine Absicht. Sie ist dem verwendeten Material geschuldet. Womit ich mich am intensivsten auseinandergesetzt habe, waren die Wahrnehmungsoptionen der Löcher in den Objekten.

Die Ästhetik der Leere, sowohl in der chinesischen als auch in der japanischen Kunst, war mir bewusst, dass die „Leere“, also das Loch somit genauso wichtig wie die Form, also das Objekt ist. Dieser Kontrast der „Leere“, des Lochs zur Solidität des Objektkörpers, bewirkt ein geradezu dramatisches Spannungsfeld. Ein Spannungsfeld nicht nur zwischen Loch und Objektkörper, sondern in noch höherem Ausmaß zwischen Loch, Leere und NICHTS. Obwohl ich aus einer philosophischen Perspektive heraus, nicht der Versuchung erliegen möchte, das Loch vom Rand her zu definieren, war es in der praktischen Umsetzung am Werkstück unvermeidbar. Nach langen Überlegungen und vielen unterschiedlichen Versuchen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das Loch eine übermäßige Betonung benötigt, um es als zentrales Element zu bestätigen, was am besten über die Hervorhebung des Randes zu erreichen war. Die Größe der Öffnung ist zweitrangig, da sie keinen Einfluss auf die Imagination der potentiellen „Leere“ hat, die sich in einem Loch befindet.

Naheliegend wäre, da bin ich nun bei meinem Zugang zur Lochdefinition, sich darüber Gedanken zu machen, in welchem Verhältnis ein Loch, die Leere und das Nichts tatsächlich stehen.

Wie beredt ist nun das NICHTS, sofern man es in die Pflicht nimmt, sich zu erklären. Aus sich heraus etwas zu sagen, wo es nichts gibt, scheint möglich zu sein. Aus dem NICHTS ALLES zu schaffen, ist jedoch ein metaphysisches Phänomen, welches dem Gedanken über das Verhältnis von Loch, Leere und NICHTS, Klarheit verschafft. Der Inhalt eines Lochs ist die Leere und die Leere ist Bestandteil des NICHTS.

Dem Loch als Dimension betrachtet, ist kaum gerecht zu werden. Zu vielschichtig sind die Möglichkeiten der Herangehensweise. Phänomenologisch kommt man den Untersuchungen nicht bei. Man trifft also eine Auswahl. Ein Kaleidoskop, sehr individuell, mehr kann es nicht sein.

(Toni Kleinlercher)








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